Anästhesiologische Leistungen

In der Regel werden Eingriffe in Vollnarkose als sogenannte Intubationsnarkose in totaler intravenöser Anästhesie durchgeführt!

Durch die konsequente Verwendung kurzwirksamer Narkosemittel ist der Patientenkomfort deutlich erhöht. Übelkeit, Erbrechen oder Frieren nach der Narkose treten nur noch sehr selten auf.

Die Vollnarkose/Allgemeinanästhesie

Die Behandlung in Vollnarkose können wir Ihnen grundsätzlich bei Erwachsenen und bei Kindern ab dem 2. Lebensjahr bzw. ab ca. 15 kg Körpergewicht anbieten.

Bei der Vollnarkose wird nach Anlage eines Infusionskatheters durch intravenöse Verabreichung von Medikamenten ein tiefschlafähnlicher Zustand erreicht. Bewusstsein und Schmerzempfindung sind hierbei ausgeschaltet. Dieser Zustand wird vom Narkosearzt für die gesamte Dauer des Eingriffs entweder über die kontinuierliche bzw. wiederholte intravenöse Gabe von Narkosemitteln aufrechterhalten (total intravenöse Anästhesie/TIVA) oder durch Kombination intravenöser Medikamente mit Narkosegasen erzielt. In Abhängigkeit von Dauer, Art des Eingriffs und eventuell vorhandenen individuellen Merkmalen (z.B. Körpergewicht) kommen unterschiedliche Verfahren der Vollnarkose in Frage.

Die Beatmung in der Vollnarkose erfolgt dabei alternativ über folgende Methoden:

Maskennarkose: hierbei wird über eine Beatmungsmaske, die eng auf Mund und Nase aufliegt, Sauerstoff und ggf. Narkosegase verabreicht.

Kehlkopfmaskennarkose (= Larynxmaske): Nach Einleitung durch eine intravenöse Narkose führt der Narkosearzt durch den Mund des Patienten einen Beatmungsschlauch über den Kehlkopfeingang, der dort durch einen aufblasbaren Wulst die Atemwege sichert.

Intubationsnarkose: Nach Einleitung durch eine intravenöse Narkose führt der Narkosearzt über Mund oder Nase einen Beatmungsschlauch (Tubus) in die Luftröhre ein.

 

Zusätzlich bieten wir Ihnen neben der reinen Vollnarkose auch sämtliche andere Anästhesieverfahren an:

Analgosedierung: Bei sehr kurzen und unkomplizierten Eingriffen genügt das Einspritzen der Narkosemittel bei erhaltener Eigenatmung. 

Anästhesiologische Anwesenheit (z.B. bei Kindern, schwer erkrankten Patienten)

Videolaryngoskopische Intubationen bei Patienten mit Problemen im Halswirbelbereich (z.B. bei Rheuma, M.Bechterew), geringer Mundöffnung, lockeren Zähnen usw.

 

Kindernarkosen

Bei Ihrem Kind steht eine Zahnoperation in Narkose bevor. Viele Eltern sind verständlicherweise beunruhigt. Es macht Angst, das Leben seines Kindes in die Hände fremder Menschen legen zu müssen. Für die meisten von Ihnen wird dies das erste Mal sein.

Wir erleben auch immer wieder, dass Kinder gar nicht oder nur unzureichend von ihren Eltern informiert worden sind. Nicht selten reagieren sie dann überängstlich, abwehrend und unkooperativ. Die ehrliche altersgerechte Aufklärung eines Kindes -durch Eltern und Ärzte über die Abläufe  und die Gründe für die nötige Behandlung sind ein wesentlicher Bestandteil bei der Bewältigung dieser Situation. Damit wird deutlich, dass auch Sie als Eltern eine wichtige Rolle spielen, damit der Eingriff/die Narkose so reibungslos wie möglich verläuft.

Weitere Informationen zu Kindernarkosen.

Vollnarkose bei Erwachsenen

Die Mehrzahl der notwendigen zahnmedizinischen und kieferchirurgischen  Behandlungen können problemlos unter örtlicher Betäubung erfolgen. Größere chirurgische Eingriffe und die Behandlung von Angstpatienten können allerdings eine Vollnarkose erfordern. 

Durchführung der Vollnarkose

Aufklärungsgespräch:

Das Aufklärungsgespräch werde ich mit Ihnen in der Regel 1-2 Tage vor dem Eingriff telefonisch durchführen, bei kurzfristigen Terminen ist das Gespräch aber auch in der Praxis vor dem Eingriff möglich. Bei diesem Gespräch werden wir zusammen den Aufklärungsbogen durchgehen und Ihre Krankheitsgeschichte besprechen. Ziel ist es Ihnen den Ablauf am OP-Tag zu erklären und evtl. bestehende Fragen und Sorgen klären. Damit ich Sie telefonisch erreichen kann ist es wichtig, dass Sie eine aktuelle Telefonnummer in der Praxis Gärtner hinterlassen.

Folgende Unterlagen bringen Sie bitte  mit am Eingriffstag:

  • Den ausgefüllten und von Ihnen unterschriebenen Aufklärungs-/Anamnesebogen 
  • Die unterschriebene Wahlleistungsvereinbarung bei privatversicherten Patienten
  • Den unterschriebenen Kostenvoranschlag bei Selbstzahlern
  • Falls vorhanden wichtige ärztliche Befunde/Ausweise (z.B. Allergiepass)
  • Angstpatienten mit einer diagnostizierten Zahnarztphobie benötigen eine Überweisung vom Hausarzt zum Narkosearzt und ein Attest vom behandelnden Neurologen/Psychotherapeuten über die bestehende Angstneurose bzw. Zahnarztphobie (ohne Attest erfolgt keine Kostenübernahme durch die Krankenkasse, dann muss die Narkose selbst bezahlt werden)

Ablauf:

Nachdem  Sie im Zahnarztstuhl Platz genommen haben, muss ich eine Infusionskanüle legen für die Verabreichung der Medikamente. Sollten  Sie ein Angstpatient sein wird die Kanüle schon vorher in einem Vorbereitungszimmer gelegt und ein Beruhigungsmittel gespritzt, danach gehen wir zusammen entspannt in den Behandlungsraum. Nachdem die Plastikkanüle liegt werden darüber die Narkosemittel gespritzt und Sie fallen innerhalb von ca. einer Minute in einen tiefen, angenehmen Schlaf. In tiefer Narkose werde ich dann über die Nase oder den Mund einen Beatmungsschlauch in die Luftröhre einlegen (Sie werden davon nichts mitbekommen). Ob der Schlauch durch die Nase oder den Mund eingelegt werden muss hängt sowohl von der Anzahl als auch von der Lage der zu operierenden Zähne ab. Kurz nach Ende des Eingriffs werde ich den Beatmungsschlauch wieder entfernen und Sie  atmen  wieder selbst. Im Anschluss daran werden Sie in den Ausschlafraum gebracht und dort an ein Überwachungsgerät angeschlossen. Selbstverständlich darf Ihre Begleitperson  sofort zu Ihnen kommen.  Sobald Sie  wach sind und keine Komplikationen mehr zu erwarten sind können Sie mit Ihrer Begleitperson die Praxis verlassen. 

Verhalten zu Hause:

Sie sollten erst etwas essen, wenn die Wirkung der örtlichen Betäubung nachgelassen hat (damit Sie sich beim Kauen nicht selbst verletzen). Die erste Nahrung sollte eher von weicher Konsistenz sein (z.B. Pudding, Suppe, Toastbrot,..). Trinken ist in der Regel möglich sobald Sie ausreichend wach ist. Sie dürfen am OP-Tag nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen. Eine 24 Stunden Betreuung durch eine erwachsene Person ist Voraussetzung für einen ambulanten Eingriff, ebenso wie ein Telefon  um im Notfall Hilfe rufen zu können.

Schlafspritze/ Analgosedierung bei Erwachsenen

Bei kleineren oder unkomplizierteren kieferchirurgischen Eingriffen ist auch eine Analgosedierung möglich. Gerade für Patienten mit nur leicht ausgeprägter Zahnarztangst, kann dieses Verfahren eine Alternative zur Vollnarkose sein.

Eine Analgosedierung kann man als einen Dämmerschlaf beschreiben, der zusätzlich zum Schlaf auch noch eine Schmerz- und Angstfreiheit herbeiführt. Dieser Zustand wird erreicht durch Kombination der wiederholten intravenösen Gabe von kurzwirksamen Beruhigungs-und Schmerzmitteln. In diesem stressfreien Zustand führt Herr Dr. Rasche direkt vor dem Eingriff zusätzlich eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) durch. Diese Kombination führt zu einem schmerzfreien Dämmerschlaf, wodurch Sie von allen Anspannungen und Ängsten befreit sind. Sie bleiben während des Eingriffs ansprechbar und können mit uns bei Bedarf kommunizieren. Zu Ihrer Sicherheit werden durch mich wichtige Körperfunktionen (Herz, Kreislauf und Atmung) überwacht. Zusätzlich erhalten Sie über eine kleine Sonde in der Nase noch Sauerstoff. Nach dem Eingriff werden Sie in den Ausschlafraum gebracht und dort an ein Überwachungsgerät angeschlossen. Selbstverständlich darf Ihre Begleitperson sofort zu Ihnen kommen. Sobald Sie wach sind und keine Komplikationen mehr zu erwarten sind, können Sie mit Ihrer Begleitperson die Praxis verlassen. 

Aufklärungsgespräch:

Das Aufklärungsgespräch werde ich mit Ihnen in der Regel am Tag des Eingriffs in der Praxis Dr. Rasche durchführen. Bei diesem Gespräch werden wir zusammen den Aufklärungsbogen durchgehen und Ihre Krankheitsgeschichte besprechen. Ziel ist es Ihnen den Ablauf am OP-Tag zu erklären und evtl. bestehende Fragen und Sorgen klären. Sollten sie vorher Fragen an mich haben bin ich unter der Telefonnummer: 0177/6898044 erreichbar.

Folgende Unterlagen bringen Sie bitte am Eingriffstag mit.

  • den ausgefüllten und von Ihnen unterschriebenen Aufklärungs-/Anamnesebogen 
  • die unterschriebene Wahlleistungsvereinbarung bei privatversicherten Patienten
  • den unterschriebenen Kostenvoranschlag bei Selbstzahlern
  • falls vorhanden wichtige ärztliche Befunde/Ausweise (z.B. Allergiepass)

Verhalten zu Hause:

Sie sollten erst etwas essen, wenn die Wirkung der örtlichen Betäubung nachgelassen hat (damit Sie sich beim Kauen nicht selbst verletzen). Die erste Nahrung sollte eher von weicher Konsistenz sein (z.B. Pudding, Suppe, Toastbrot usw.). Trinken ist in der Regel möglich sobald Sie ausreichend wach ist. Sie dürfen am OP-Tag nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen. Eine 24 Stunden Betreuung durch eine erwachsene Person ist Voraussetzung für einen ambulanten Eingriff in Analgosedierung, ebenso wie ein Telefon  um im Notfall Hilfe rufen zu können.

Zahnarztphobie-Angstpatienten

Die Angst vor dem Besuch bei Kieferchirurgen bzw. beim Zahnarzt gehört zu den am weitesten verbreiteten Ängsten. Die Ursache liegt meist in  einer früheren extrem unangenehmen bzw. schmerzhaften Behandlung. Diese „schreckliche Erfahrung“ führt dazu, dass diese Patienten oft über Jahre die Behandlung beim Zahnarzt oder Kieferchirurgen vermeiden. Das hat meist weit reichende Konsequenzen für den Patienten. Unangenehmer Mundgeruch, verfärbte, kariöse Zähne führen häufig zu sozialer Ausgrenzung.

Der erste Schritt aus dieser Isolation ist die Erkenntnis an einer Zahnarztphobie (Oralphobie) zu leiden, die einer professionellen Hilfe bedarf. Oft empfiehlt sich bei extrem sanierungsbedürftigen Zähnen und ausgeprägter Angst eine Behandlung in Vollnarkose. Bei leichteren Fällen kann auch eine Kombination aus Beruhigungs- und Schmerzmitteln ausreichend sein (= Anlagosedierung). Sprechen Sie uns an, wir werden auch für Sie einen Weg zu gesunden und schönen Zähnen finden

Welche Risiken bestehen bei einer Narkose?

Trotz gewissenhafter Narkoseführung und Überwachung ist keine Narkose frei von möglichen Risiken bzw. Komplikationen. Das heißt, Komplikationen können auftreten, auch wenn die Behandlung fehlerfrei ist.

Das Auftreten von Komplikationen kann der Arzt zwar nicht beeinflussen, er kann sie aber erkennen und umgehend darauf reagieren, so dass sie häufig nicht zu einer bleibenden Schädigung führen.

Um Sie zu beruhigen ist festzustellen, dass die Anästhesie heute so sicher ist wie nie zuvor. Diese erfreuliche Entwicklung ist verschiedenen Maßnahmen zu verdanken. In den letzten Jahrzehnten konnte die Überwachung der Patienten während der Narkose durch die technische Entwicklung deutlich verbessert werden. Es wurden neue kurzwirksame Narkosemittel entwickelt, die erheblich besser vertragen werden. Zusätzlich werden die Narkoserisiken weniger von der Anästhesie selbst, als vielmehr von Begleiterkrankungen des Patienten und von der Art und der Dauer der Operation bestimmt.

Für körperlich belastbare, gesunde Patienten, die sich einem ambulanten Eingriff unterziehen müssen, ist das Risiko äußerst gering.

Ist eine Narkose für ein Kind riskanter als für Erwachsene?


Atemprobleme sind häufiger bei Kindern als bei Erwachsenen, da die Atemwege bei Kindern empfindlicher reagieren. Es ist ganz wichtig, dass ihr Kind infektfrei ist. Bei einem erkälteten fiebernden Kind ist die Gefahr, dass sich ein krampfhafter Verschluss der Atemwege (Laryngospasmus/Bronchospasmus) ausbildet, größer. Ansonsten bestehen bei Kindern die gleichen Komplikationsmöglichkeiten wie bei Erwachsenen.

 

Es folgt nun eine Aufzählung der Risiken nach ihrer statistischen Häufigkeit:

Risiken einer Vollnarkose sind:

  1. Gelegentliche unerwünschte Wirkungen der Anästhesie
    (Häufigkeit: 1:10 - 1:100)
    • Bluterguss oder Blutung (nach Blutgefäßpunktion)
    • Zittern und Frieren (Shivering)
    • bei Kindern in der Aufwachphase: Weinen, Schreien, Toben
    • bei sehr alten Patienten und solchen mit Demenzerkrankungen: für einige Stunden Verwirrtheit und Aggressivität
    • Übelkeit und Erbrechen (v.a. nach Gasnarkosen)
    • Hals- und Rachenschmerzen
    • Schluckbeschwerden
    • mehrfache Blutgefäßpunktionen (v.a. bei schlechten Venenverhältnissen)
    • vorübergehender Blutdruck- und Pulsabfall


  1. Seltene unerwünschte Wirkungen der Anästhesie
    (Häufigkeit: 1:100 - 1:1.000)
    • Atembeschwerden
    • Kreislaufreaktionen
    • Infektionen im Bereich der Einstichstelle (z. B. Venenreizungen, Venenentzündungen, Spritzenabszess, Absterben von Gewebe)
    • Heiserkeit (vorübergehend)
    • Kopfschmerzen
    • Juckreiz 
    • leichtere allergische Reaktionen
    • Zahnschäden (auch an Implantaten und fest sitzendem Zahnersatz) mit Notwendigkeit einer zahnärztlichen Behandlung
    • Herzrhythmusstörungen (vorübergehend)
    • krampfartiger Verschluss der Luftwege (z. B. Laryngospasmus, Bronchospasmus)
    • vorübergehende oder bleibende Nervenschäden nach Blutgefäßpunktion (z. B. Missempfindungen, Berührungsempfindlichkeit, Taubheitsgefühl)
    • Lähmungen oder Gefühlsstörungen an Armen oder Beinen durch Druck oder Zerrung bei der Lagerung
    • Krampfanfall (bei unbeabsichtigter arterieller Injektion)
  2. Sehr seltene unerwünschte Wirkungen der Anästhesie (Häufigkeit: 1:1.000 - 1:10.000)
    • Wachheit in Narkose (Awareness)
    • Einfließen von Speichel oder Mageninhalt in die Lunge (Aspiration) mit möglicher Lungenentzündung, Lungenabszess, Lungenversagen und Notwendigkeit zur künstlichen Beatmung
    • längerfristige Verwirrtheitszustände
    • Verletzungen von Rachen, Kehlkopf, Luftröhre und Stimmbändern mit Missempfindungen, Heiserkeit oder Atemnot
    • bleibende Stimmstörungen (Heiserkeit)
    • lebensgefährliche Herz- und Kreislaufreaktionen 
    • schwere allergische Reaktionen
  3. Extrem seltene unerwünschte Wirkungen der Anästhesie
    (Häufigkeit: weniger als 1:10.000)
    • Herz-Kreislaufstillstand
    • Atemstillstand
    • Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) evtl. dadurch Gefäßverschluss (Embolie) - mit Organschäden (z. B. Lungenembolie, Schlaganfall mit bleibender Lähmung)
    • Allgemeine Blutvergiftung (Sepsis)
    • Entzündung von Organen, z. B. der Herzinnenhaut (Endokarditis)
    • schwerwiegende Unverträglichkeitsreaktionen 
    • lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung mit Anstieg der Körpertemperatur (Maligne Hyperthermie) mit Notwendigkeit der intensivmedizinischer Behandlung - und evtl. bleiben Schäden an wichtigen Organen (z. B. Gehirn, Nieren)
    • Organschäden
    • Herzinfarkt
    • bleibend oder lang andauernd: Narben, Schmerzen, Missempfindungen, Taubheitsgefühl und Lähmungen nach Haut-, Weichteil- und Nervenschäden
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